AKTIONSKONSENS

In den Aktionen des zivilen Ungehorsams zu den Aktionstagen „Gerechtigkeit. Jetzt!“ vom 22.10.2021-24.10.2021 berufen wir uns bewegungs├╝bergreifend auf einen Aktionskonsens. Damit tragen wir gemeinsam die Verantwortung f├╝r die Aktionen rund um das Wochenende.

Wenn die Parteien w├Ąhrend der Koalitionsverhandlungen wieder versagen, schlie├čen wir uns als soziale Bewegungen zusammen und gehen in Berlin auf die Stra├če. Unsere K├Ąmpfe sind nicht getrennt. Gemeinsam k├Ąmpfen wir f├╝r ein besseres Leben f├╝r alle. F├╝r einen Systemwandel. F├╝r Gerechtigkeit. Wir blockieren die Orte der politischen Entscheidung und Zerst├Ârung, da sich schon im Wahlkampf gezeigt hat: Keine der m├Âglichen Koalitionen liefert die notwendigen Antworten auf die Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit! Daher treten wir gemeinsam, entschlossen und widerst├Ąndig in Aktion. Unsere Aktionen richten sich nicht gegen Einzelpersonen, sondern gegen ausbeuterische und umweltzerst├Ârende Industrien und die Unf├Ąhigkeit der Regierenden eine gerechte Gesellschaft zu erm├Âglichen.┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á

Ob aktionserfahren oder neu dabei, alle sind erw├╝nscht und ├╝berall hat die Sicherheit aller Aktivist*innen Priorit├Ąt. Daf├╝r bereiten wir uns mit Aktionstrainings und in Achtsamkeit vor.┬á Au├čerdem versuchen wir verschiedene Barrieren, wie zum Beispiel in Bezug auf Sprache und Mobilit├Ąt, abzubauen. Wir wollen spontan und flexibel agieren und r├╝cksichtsvoll kommunizieren. In unseren Aktionen geben wir aufeinander acht und unterst├╝tzen uns gegenseitig. Wir wollen Machtstrukturen hinterfragen. In einem rassistischen System sind Menschen unterschiedlich stark gef├Ąhrdet von Repressionen betroffen zu sein. Wir reflektieren, dass wei├č positionierte Menschen ein privilegiertes Verh├Ąltnis gegen├╝ber der Institution Polizei, als ausf├╝hrende Instanz von rassistischer Gesetzgebung, haben.

Von uns geht keine Eskalation gegen├╝ber der Polizei, Sicherheitspersonal oder Dritten aus. Hindernisse wie Polizeiketten k├Ânnen durch- oder umflossen werden. Wie die Aktionen beendet werden, entscheiden wir im Delegiertenprinzip in Absprache mit den Support-Strukturen. Falls einzelne Bezugsgruppen dar├╝ber hinaus die Blockaden aufrechterhalten wollen, geschieht dies in Absprache mit den Support-Strukturen. Auch nach den Aktionen k├╝mmern wir uns gemeinsam um emotionale und rechtliche Unterst├╝tzung.

Als Gruppen innerhalb von „Gerechtigkeit. Jetzt!“ stehen wir solidarisch an der Seite aller, die f├╝r eine klimagerechte, antirassistische, antifaschistische, sozial gerechte und feministische Gesellschaft k├Ąmpfen. Wir respektieren unterschiedliche Aktionsformen und freuen uns sehr ├╝ber weitere selbstorganisierte Kleingruppen-Aktionen w├Ąhrend der Aktionstage. Wenn diese sich au├čerhalb des Aktionskonsens bewegen, k├Ânnen wir nicht zusichern, Verantwortung f├╝r diese Gruppen zu ├╝bernehmen bzw. Supportstrukturen zu stellen. Gruppen, die sich Unterst├╝tzung f├╝r ihre Aktionen w├Ąhrend der Aktionstage w├╝nschen, bitten wir, f├╝r Absprachen vorab Kontakt mit den Orga-Strukturen aufzunehmen.

Wir dulden keine rassistische, antisemitische, sexistische und ableistische Diskriminierungen in unseren Aktionen. Au├čerdem tolerieren wir keine weitere Form von Unterdr├╝ckung, Benachteiligung und ausschlie├čendem Verhalten. Wir sind uns allt├Ąglicher und struktureller Diskriminierung untereinander und durch unsere Sozialisierung bewusst. Der Konsum von Alkohol oder anderen Drogen w├Ąhrend der Aktionen ist unerw├╝nscht. Wir empfehlen, auch keine Drogen im Gep├Ąck mitzuf├╝hren, um unn├Âtige Repressionen zu vermeiden.

 

DER AKTIONSKONSENS IN STICHPUNKTEN

Wir haben einen Aktionskonsens, damit wir gemeinsam Verantwortung f├╝r Aktionen ├╝bernehmen:

  1. Wir blockieren die Orte der politischen Zerst├Ârung und Entscheidung und richten uns nicht gegen Einzelpersonen.
  2. Um sicher in Aktion gehen zu k├Ânnen, bereiten wir uns mit Aktionstrainings, Aktionsplena, rechtlichen Infoveranstaltungen & Achtsamkeit vor.
  3. Barrieren, wie Sprache und Mobilit├Ąt, versuchen wir abzubauen und toxische Machtstrukturen zu hinterfragen.
  4. In einem rassistischen System sind Menschen unterschiedlich stark gef├Ąhrdet von Repressionen betroffen zu sein. Wir reflektieren, dass wei├č positionierte Menschen ein privilegiertes Verh├Ąltnis gegen├╝ber der Institution Polizei, als ausf├╝hrende Instanz von rassistischer Gesetzgebung, haben.
  5. Von uns geht keine Eskalation gegen├╝ber der Polizei, Sicherheitspersonal oder Dritten aus. Hindernisse wie Polizeiketten k├Ânnen durch- oder umflossen werden.
  6. Entscheidungen ├╝ber die Aktion treffen wir im Deliplenum. Dort beenden wir auch die Aktionen. Wenn Bezugsgruppen weiterhin Blockaden aufrechterhalten wollen, geschieht das in Absprache mit Supportstrukturen.
  7. Wir respektieren unterschiedliche Aktionsformen und freuen uns ├╝ber weitere selbstorganisierte Kleingruppen-Aktionen. Wenn diese sich au├čerhalb des Aktionskonsens bewegen, k├Ânnen wir nicht zusichern, Verantwortung f├╝r diese Gruppen zu ├╝bernehmen bzw. Support-Strukturen zu stellen. Gruppen, die sich Unterst├╝tzung f├╝r ihre Aktionen w├Ąhrend der Aktionstage w├╝nschen, bitten wir, f├╝r Absprachen vorab Kontakt mit den Orga-Strukturen aufzunehmen.
  8. Wir dulden keine rassistische, antisemitische, sexistische und ableistische Diskriminierungen in unseren Aktionen. Au├čerdem tolerieren wir keine weitere Form von Unterdr├╝ckung, Benachteiligung und ausschlie├čendem Verhalten. Wir sind uns allt├Ąglicher und struktureller Diskriminierung untereinander und durch unsere Sozialisierung bewusst.
  9. Konsum von Alkohol oder anderen Drogen w├Ąhrend der Aktionen ist unerw├╝nscht. Wegen Repressionen besser keine Drogen im Gep├Ąck haben!
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner